Servus!
Meine Keramikarbeiten sind meist Gebrauchsgegenstände – Objekte, die zum täglichen Gebrauch einladen, aber oft eine verspielte Note haben. Ich liebe dieses Zusammenspiel von Kunst und Nutzen, bei dem eine Schüssel oder ein Kaffeehäferl einen immer noch überraschen kann.
Ich entdeckte das Material Ton, als ich sechs Jahre alt war, und formte einen „geldverschlingenden Drachen“. Es war meine erste Lektion in Sachen Unberechenbarkeit des Tons: Nach dem Brennen konnte der Drache keine größeren Münzen mehr schlucken. Doch ich liebte es, ihn zu bauen, und genoss sogar die unerwarteten Ergebnisse. Meine Neugier auf Keramik ist mir seitdem geblieben.
Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass ich nicht der Einzige bin, der die Stücke formt. Der Ton, das Feuer, die Glasur – sie alle haben ein Wörtchen mitzureden, wenn es um das Endergebnis geht. Ich bringe meine Absichten ein, lasse aber auch diesen Elementen Raum, das Resultat zu bestimmen.
Außerdem hat eine handgefertigte Tasse etwas Erdendes. An einem schwierigen Tag kann ihre Wärme alles ein wenig leichter machen. An einem guten Tag macht sie das Getränk noch besser.
Heute lebe und arbeite ich in einem alten Gästehaus aus dem 18. Jahrhundert, dem sogenannten „Gritschhansl“; mein Töpferatelier befindet sich im alten Weinkeller. Das Atelier ist ausgestattet mit Glasuren, Werkzeugen und Materialien, die ich von einem anderen Töpfer übernommen habe – genug, um mich ein Leben lang auf Entdeckungsreise zu halten.
Manche Stücke sind wunderschön, manche eigenwillig und manche beides zugleich.
Viel Freude damit,
Jason
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